Ja ist denn alles zu spät? Sind die Deutschen jetzt endgültig zu einem einig Volk von stieseligen, ruppigen und geizgeilen Neidhammeln verkommen? Wo sind Großzügigkeit, Toleranz, Gastfreundschaft, Eleganz, Höflichkeit und Moral geblieben? Was bedeuten uns heute Werte wie Freundschaft, Loyalität und Verlässlichkeit? Oder haben wir unsere soziale Kompetenz abgegeben, nach unten durchgereicht in die Unterwelt der Ellbogenbenutzer und asozialen Rüpeln mit und ohne Nadelstreifen? Die Führungselite hat sich längst aus dem Staub gemacht und hat die Bodenhaftung aufgegeben. Sie praktiziert „leadership by helicopter“, das heißt Lärm machen, Dreck aufwirbeln und dann in den Wolken verschwinden. Also bleibt wieder mal alles an uns hängen, wir dürfen es dann wieder richten. Und das wird schwer! Orientierung muß wieder her, der Kompass muß ganz neu kalibriert werden. Wie ist das mit der Zivilisation? Wann kam das Ding eigentlich nach Deutschland, was wollte es hier, warum ist es nicht dageblieben und kommt es vielleicht mal wieder? Aber wozu? Kriegen wir jetzt nach Hartz IV den Knigge II? Gibt es dann vielleicht auch wieder Montags-Demos? Oder ist der neue Ruf nach Höflichkeit nur der Ausdruck eines Phantomschmerzes der deutschen Gesellschaft? Oder versinken wir am Ende alle im Subproletariat? Horst Schroth, der Meister des Gesellschafts-Kabaretts, versucht in „Nur die Größe zählt“ wieder Ordnung in die Dinge zu bringen. Der „kleine Böse unter den deutschen Humorarbeitern“ (Der Spiegel) bleibt dabei bei seiner Linie. Auf der Höhe der Zeit ein hochaktueller Kommentar zur Lage, schnell, bissig, charmant und wie immer – zum Brüllen komisch. www.horstschroth.de Veranstalter: Kulturforum