Sa. 17.04.04
20.30 Uhr
Veranstaltungsort
Konzertscheune

"Warten auf Godot" von Samuel Beckett

Göttinger Figurentheater GINGGANZ

Mit „Warten auf Godot“ hat das Göttinger Figurentheater Gingganz ein Stück Weltliteratur inszeniert – jenes Drama, das Samuel Beckett Anfang der 50iger Jahre zu Weltruhm verhalf, und zu welchem der Nordbayerische Kurier anmerkte: “Wladimir und Estragon, alias Didi und Gogo warten in unwirtlicher, undefinierbarer Gegend unter einem Baum neben einem Sumpf auf Godot. Sie wissen nicht, wer Godot ist, ob und wann er kommt, sie wissen weder, ob der Ort noch die Zeit ihres Harrens richtig und von Godot gewünscht ist. Noch nicht einmal wissen die beiden bedauernswerten Gestalten, ob Godot wirklich Godot heißt. Mit kurzen Worten, in einfachen lakonischem und stets pointenreichem Dialog zwischen Freundschaft, Langeweile, Streit und Vergessen, verbrauchen die beiden Absurden ihre Zeit und warten ohne zu wissen auf wen. Godot kommt nie. Die beiden Puppenspieler Mechthild und Michael Staemmler gestalten mit den beiden absurden graubraunen Holzgestalten, der eine dick, der andere dünn, eine zeitlose Atmosphäre der Lust und Verzweiflung. Mit dem Charme einer Roten Rübennase und der herben Schönheit hervorstehender Hasenzähne machen die beiden präzise geschnitzten Figuren auf der einfachen und bescheidenen Bühne den Anschein, trotz hölzerner Starre jede Gefühlsregung in den Wortgefechten der geduldig Wartenden widerzuspiegeln. Unterstützt wird die Einheit dieses gleichsam trostlosen und erheiternden Bildes durch die ausdrucksstarke Sprache der verdeckten Spieler... Die durch ihre Einfachheit und ernste Komik bezaubernde Aufführung mutet an, als sei Becketts Stück für das Figurenspiel geschrieben. Der Applaus nach dem "Warten auf Godot" wollte kein Ende nehmen, obwohl er niemals kommt - Godot."