Werner Steinmassl, der Bühnenmensch, ist längst dem Irrsinn des Theaters verfallen. Nach unzähligen, innigst verkörperten Rollen, kommen ihm viele der Alter Egos immer mal wieder in die Quere, mischen sich in sein Privatleben und melden sich in den unpassensten Momenten zu Wort. Ob unbeabsichtigt, unterbewusst oder mit voller Absicht – das ist hier die Frage. Von Villon bis Dostojewski, von Kinski bis Valentin, von Nestroy bis Qualtinger: Sie alle, gestützt und getrieben von seiner österreichisch grantigen Melancholie, reiten ihn ins Schlamassel. Er spricht, lacht, schreit, singt, sinniert und proklamiert mit einer Lust und Leidenschaft, dass es eine wahre Pracht ist. Und mit viel Vergnügen macht er uns klar: Glück und Unglück, Massl und Schlamassl liegen dicht beieinander. „Werner Steinmassl spielt und durchlebt alle Abgründe von Dummheit, Eitelkeit, Größenwahn und, ja auch einfach Schmäh mit einer äußerst variablen Bühnenpräsenz“, urteilten die Badischen Neuesten Nachrichten.
Veranstalter: Kulturforum